Wasseraufbereitung für die Wasserstoffproduktion

Reines Wasser – reiner Wasserstoff – stabiler Elektrolyseur

Das Grundkonzept bei der Produktion von grünem Wasserstof (Power-to-X) besteht darin, erneuerbare Energie durch Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln. Hochreines Wasser ist eine Schlüsselkomponente für die Produktion von hochwertigem Wasserstoff und für den dauerhaften Betrieb des Elektrolyseurs. Eine unzureichende Wasseraufbereitung kann zu Betriebsstörungen und Schäden am Elektrolyseur führen. Daher ist es wichtig, die richtige Technologie für den Elektrolyseur und die geeignete Wasserquelle auszuwählen und das Wasser entsprechend aufzubereiten. Wir unterstützen Sie umfassend mit unserem Know-how, unseren Standardprodukten und unserem internationalen Service - von der Wasserversorgung bis zum Herzstück des Elektrolyseurs.

DAS RICHTIGE KONZEPT

Die Wahl einer geeigneten Wasseraufbereitung schützt den Elektrolyseur vor Beschädigungen der Membranen.

check-circle-1

KNOW-HOW

Umfassendes Prozesswissen im Bereich der Wasseraufbereitung für Elektrolyse-Technologien seit 2016.

check-circle-1

STANDARDANLAGEN

Fundierte Fachkenntnisse und die Produktion von Standardanlagen garantieren Lösungen für die Wasseraufbereitung von Trinkwasser bis zum Reinstwasser.

check-circle-1

SERVICE

Internationale Serviceorganisation mit Bereitschaftsdienst in mehr als 15 Ländern in Europa.

check-circle-1

Wir decken alle Elektrolyseur-Technologien ab

Wir unterstützen Sie mit der geeigneten Wasseraufbereitung, unabhängig von der eingesetzten Elektrolyseur-Technologie:

  • Alkalische Wasserelektrolyse (AWE)
  • Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse (PEM)
  • Kreislaufwasser- Polisher und -Filter für PEM
  • Solid Oxide Electrolyser Cell (SOEC)
  • Anionenaustauschmembran-Elektrolyse (AEM)

Unsere Standardanlagen umfassen die erforderlichen Stufen der Wasseraufbereitung vom Rohwasser bis zum Reinstwasser.

Wasserressourcen für die Produktion von grünem Wasserstoff

Die Entscheidung, welche Art der Wasseraufbereitung für die Produktion von Wasserstoff am besten geeignet ist, hängt von dem verfügbaren Wasser und der geplanten Elektrolyseurtechnologie ab. Aufgrund der unterschiedlichen Standorte und Projektgrößen ergeben sich vielfältige Anforderungen an die Wasseraufbereitung. Dabei unterstützen wir Sie bei der Auswahl der Wasseraufbereitungsanlage auf der Grundlage Ihres Rohwassers und Ihrer Elektrolyseurtechnologie.

Grundwasser

Stabile Wasserressource, enthält jedoch Eisen, Mangan und Ammonium.

architecture-well

Trinkwasser

Einfache Zugänglichkeit bei kleineren Projekten, aber unter Umständen Verunreinigung mit Chlor und Chloraminen.

water-fountain-drop

Behandelte Abwässer

Schwankende Qualität und potenziell hohe Belastung mit organischen Substanzen.

renewable-energy-water-dam-1

Meerwasser

Hohe Konzentration von Salz und Metallionen.

sea-transport-boat

Wie viel Wasser benötigen Sie?

Reinstwasser ist der wichtigste Rohstoff für die Produktion von grünem Wasserstoff. Zusätzlich kann Kühlwasser für den Prozess und das System benötigt werden.

Aber wie viel Wasser wird für die Herstellung von Wasserstoff benötigt? In der Tabelle finden Sie eine Faustformel.

 

 

9 l hochreines Wasser pro kg H2

 

1 Nm3/h H2 = 1 l/h Reinstwasser

 

1 MW Elektrolyseur = 200 l/h Reinstwasser

 

1 MW Elektrolyseur = 400 l/h Kühlwasser*

 

*bei Kühlung mit Verdunstungskühlern

 

Referenzen

Entsalzungsanlage für die Wasserstoffproduktion

PEM Elektrolyse | 1,2 MW

HyBalance

Wasserressource: Trinkwasser ohne Chlor
Kapazität der Anlage:  800 l/h
Leitfähigkeit:  < 0,2 μS/cm
Inbetriebnahme: 2018

Anlagenkomponenten:

  • Enthärtungsanlage Typ SM42
  • Solebehälter
  • Umkehrosmoseanlage Typ RO B1-2
  • Membranentgasungsanlage Typ MDU
  • 2 x Mischbett Typ EUREX 61
  • Mischbett als Polisher

PEM Elektrolyse | 5 MW

 

Wasserressource: Trinkwasser ohne Chlor
Kapazität der Anlage:  1.200 l/h
Leitfähigkeit:  < 0,2 μS/cm
Inbetriebnahme: 2022

Anlagenkomponenten:

  • Enthärtungsanlage Typ SM62
  • Umkehrosmose Typ RO B1-3
  • Membranentgasungsanlage Typ MDU
  • 2 x Mischbett Typ EUREX 61

Alkalische Elektrolyse | 20 MW

HySynergy / Everfuel

Wasserressource: Trinkwasser ohne Chlor
Kapazität der Anlage:  4.500 l/h
Leitfähigkeit:  < 5 μS/cm
Inbetriebnahme: 2022

Anlagenkomponenten:

  • Enthärtungsanlage Typ SMH 602-F
  • Solebehälter
  • Zweistufige Umkehrosmose Typ DPRO C3-6/3
  • Dosierbehälter mit Mischer
  • Dosierpumpe
  • Speisewassertank 2 x 5000 l
  • ​Druckerhöhungspumpe

Mehr Informationen zum Herunterladen

Alles, was Sie über Wasser für die Produktion von grünem Wasserstoff wissen müssen – unabhängig davon, ob Sie sich eingehend mit dem Thema beschäftigen möchten oder nur einen schnellen Überblick wünschen. Wir haben, was Sie hierfür benötigen.

Ein Merkblatt, mit wichtigen Informationen über die Aufbereitung von Wasser für die Produktion von grünem Wasserstoff.

Merkblatt herunterladen

White paper by EUROWATER on water treatment for hydrogen production

Grundlagen der Wasseraufbereitung für grünen Wasserstoff mit nützlichen Faustregeln.

Broschüre herunterladen

Mini leaflet from EUROWATER on water treatment for hydrogen production

Wasseraufbereitungsanlagen

Wir verfügen über eine große Auswahl an Standardanlagen - von der Aufbereitung für Grundwasser bis hin zum Polieren von Reinstwasser. Alle Anlagen werden selbstverständlich mit Montage- und Bedienungsanleitung geliefert.

FAQ – Wasseraufbereitung und Wasserstoffproduktion

Die benötigte Wassermenge hängt vom Wirkungsgrad des Elektrolyseurs ab. Eine gute Faustregel ist ca. 200 l/h pro MW Elektrolyseleistung. Darin ist das Kühlwasser nicht enthalten.

Wasser besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Da Sauerstoff 16-mal schwerer ist als Wasserstoff, nimmt er den größten Teil der Masse eines Wassermoleküls ein. 89 % der Masse sind Sauerstoff und 11 % Wasserstoff. Das bedeutet, dass zur Herstellung von 1 kg Wasserstoff 9 kg Wasser benötigt werden. In der Realität werden aufgrund von Verlusten und Ineffizienzen etwa 10 bis 13 kg Wasser benötigt.

Die erforderliche Wasserqualität hängt vom Elektrolyseverfahren (alkalisch oder PEM) und den Spezifikationen ab, welche der Anlagenhersteller vorgibt. Die Leitfähigkeit kann zwischen 0,056 und 5 µS/cm liegen. Je nach verwendeter Technologie haben jedoch viele Substanzen einen Einfluss auf den Elektrolyseprozess.

ASTM Typ I, II, II und IV sind eine Reihe von internationalen Normen für die Wasserqualität, die häufig zur Beschreibung der Wasserqualitätsanforderungen für Elektrolyseure verwendet werden. Sie umfassen die Bereiche Leitfähigkeit/Widerstand, Natrium, Chlorid, TOC und Kieselsäure, reichen aber oft nicht aus, um die Wasserqualitätsanforderungen für Elektrolyseure korrekt zu beschreiben.

Sowohl bei der PEM als auch bei der alkalischen Elektrolyse ist eine Aufbereitung des Zusatzwassers erforderlich. Bei der PEM ist außerdem ein kontinuierliches Filtrieren/Polieren erforderlich, sobald das Wasser im Kreislauf der Elektrolysezelle zirkuliert.

Ob EDI oder Mischbett die bessere Wahl ist, hängt davon ab, ob mit Zusatzwasser oder mit internem Wasser poliert werden soll. EDI hat tendenziell höhere Investitionskosten, dafür entfällt die Regeneration bzw. der Austausch der verbrauchten Harze.

Ein sicherer Elektrolyseprozess ist ausschließlich mit einem geeigneten Ionenaustauscherharz gewährleistet. Die Verwendung eines ungeeigneten Harzes kann zu irreversiblen Schäden am Elektrolysestack führen.

Ja. Bei jedem Zulaufwasser muss auf bestimmte Verunreinigungen geachtet und Schwankungen in der Wasserqualität berücksichtigt werden. Bei Abwasser liegt der Fokus auf Nährstoffe und Mikroorganismen, die Biofouling verursachen können, sowie auf der Verunreinigung mit organischen Substanzen, während bei Meerwasser auf einen hohen Ionenrückhalt geachtet werden muss.

Die von den Elektrolyseur-Herstellern angegebene Lebensdauer hängt ausschließlich von der Einhaltung der spezifizierten Anforderungen an die Wasserqualität ab. Bereits geringe Mengen unerwünschter Ionen und Substanzen im Wasser können die Elektrolyseure irreversibel schädigen.

In der Regel muss das Rohwasser zunächst auf Trinkwasserqualität aufbereitet werden. Anschließend wird das Wasser enthärtet, um Ablagerungen (Scaling) zu verhindern. In der darauffolgenden Umkehrosmose werden Ionen, organische Stoffe und Kolloide weitgehend entfernt. Danach erfolgt die Entgasung. Je nach Anforderungen des Elektrolyseurs kann das Wasser abschließend poliert werden.

Wir sind im Bereich von kleinen 1-10 Megawatt-Anlagen bis hin zu großen Gigawatt-Anlagen tätig.

Können wir Ihnen helfen?

Unser Spezialistenteam beantwortet gerne Ihre Fragen zur Wasseraufbereitung für die Wasserstoffproduktion.
Kontaktieren Sie noch heute Ihr lokales Vertriebsteam.

Kontakt 

keyboard_arrow_up